The Sound of classic Motown

Das sollte man sich doch mal anschauen, dachte ich. Der Detroiter Motown Sound, der auch in Europa sehr erfolgreich war und 100millionenfach verkauft wurde, sollte mich an die 1960er Jahre, Geburtsjahrzehnt des Mustangs- mein Nachbar hatte einen, erinnern. Angekündigt waren Stücke bzw. Lieder u.a. von den Temptations, Marvin Gaye, Four Tops und Supremes. So wie ich sie kenne, haben alle einen Erkennungswert auf der Schallplatte, ohne gelesen zu haben, wer da singt. Aber, die Show tourt durch Deutschland mit einer durchaus guten Begleitband für alle gesanglich auftretenen schwarzen Künstler, die alle früheren Originale vertraten, so auch am 5. Januar in der Kölner Philharmonie. Ein typischer Erkennungswert war somit am Sound nicht zu erkennen. Die nach und nach auftretenden Stars wurden von Ron Williams (77) in typischer Radio DJ Manier a la Wolfman Jack (bekannt durch American Graffiti) angekündigt, sodaß das eher ältere Publikum auch wußte, aha, das sind also die Temptations, da muß man sich von den Sitzen erheben. Nein, das sind sie nicht, die Temptations sind alle tot. Es ist nur eine Illusion genau wie der groß von Ron W. angekündigte Auftritt der „Supremes“. Auch diese zwei Damen (75) um Diana Ross, eine ist bereits seit 1976 verstorben, machen schon lange nix mehr zusammen, aber auch hier gab es sowas wie Standing Ovations. Und dann dieses dämliche Rhythmusdauerklatschen aus der deutschen Schlagerwelt ….selbst Marvin Gayes „I heard it through the grape vine“, obwohl auch nicht perfekt dem Original glich, blieb nicht verschont und wurde Zwangsverklatscht. Nach einer Stunde war Pause. Wir beschlossen nach Hause zu fahren, wir hatten alles gehört…

Fazit: Viele alte Bands aus vergangenen Zeiten treten auch heute meist mit nur noch einem Gründungsmitglied auf  (Uriah Heep, Status Quo, Foreigner), das klingt dann aber auch so wie man es kennt !

Retro Classics Cologne

Zweite Vorstellung der deutschen Retro Classiker Veranstaltungen in Köln. Dieses Mal wurden die nördlicheren Großhallen 6 und 9 gebucht. Beide Hallen waren gut gefüllt und nicht so dicht mit Autos zugestellt wie bei der Essener Techno Classica. Man kann gute Fotos machen ohne daß das Blech anderer Autos auf dem Bild stört. Angenehm empfinde ich auch, daß es selbst gegen Nachmittag (noch) keine Massenabfertigung gibt; Ob das allerdings im Sinne des Veranstalters ist, kann ich nicht beurteilen. 

Heckflossenparade der Giganten Lincoln Continental (1964) und Mercury Parklane (1959)

Im westlichen Teil der Halle 6 gibt es auch einige Reihen themenbezogener Verkaufsstände.  Internationale Spezialstände waren noch nicht vertreten. Vergleicht man das mit der T.Cl. Essen, so steht hier von den Ständen her gesehen nur ein Bruchteil dessen, was im Ruhrpott aufgestellt ist. Aber es gibt auch einige Kuriositäten u.a. Poolbillard auf Mustang Basis. 

Auch wieder dabei, Harry mit seinem Team von Classic Cars and Caravans, Niederkassel

Hin und wieder in Köln zu sehen, das geile Coupe des Ford Cobra Daytona

Ein echter NASCAR Racer aus der 1979er Saison, Oldsmobile Cutlass

Sehenswert eine Auswahl des ehem. Herstellers Stutz – hier  1971er Blackhawk und 1968er Bearcat 

In einer separaten Ecke hervorragend restaurierte alte Lastwagen aus der Wirtschaftswunderzeit und einige US-Trucks, z.B. der 1959er Kenworth

 

 

 

 

 

 

 

Die US Car Fraction war relativ gut vertreten, auch neue Produkte eines Händlers wurden ausgestellt. Die überwiegende Mehrheit besteht allerdings auch hier aus europäischen Oldtimern. Ein Fortsetzung der Car-Show wäre begrüßenswert.

 

 

Ghosttown Manheim

Man muß nicht in die USA reisen, um irgendwelche verlassenen Geisterstädte zu besuchen. Wer im Rheinland wohnt, hat schon eine gewisse Auswahl westlich von Köln. Die RWE sorgt seit Jahrzehnten dafür, daß die riesigen Garzweiler Abbaugebiete nach Bedarf ein Dorf nach dem anderen plattmachen dürfen. Aktueller Sinn oder Unsinn des Braunkohleabbaus wird hier nicht diskutiert. Ich habe nach 2 Jahren wieder das bedrohte Kerpen-Manheim besucht. Der Ort mit der Schumi-Kartbahn hatte bis zum Exitus-Verkündigungstermin 2012 ca. 1600 Einwohner. Dann begann die Flucht raus aus dem sterbenden Dorf bis am 1.1.2017 noch 350 Menschen dort wohnten. Jetzt fast 2 Jahre später ist es so gut wie ausgestorben. Was hat das mit Cruising zu tun – im klassischen Sinn eigendlich wenig. Wer aber eine Antenne für verlassene menschliche Siedlungen hat, und so klein ist Manheim nicht, könnte fasziniert sein vom teils morbiden „Charme“ der Bausubstanz links und rechts der Dorfstraßen. Im Schritttempo kann man die Wege abfahren und nur noch den Kopf schütteln, was es heißt, auf diesem Wege mit Braunkohle Energie zu gewinnen.

Eine der Hauptstraßen Manheims

Ausgewohnt !

Die Natur holt sich die Häuser jedes Jahr ein Stück mehr

Ein Vanner als einer der letzten Manheimaner

Dieses Haus sollte wohl aus möglicher Verzweiflung des Eigentümers abgefackelt werden

Im Auto fühlt man sich ja noch sicher, als alleiniger Fußgänger umgibt man sich mit einem unwohligen Gefühl der unsichtbaren Gefahren hinter dem nächsten Haus. Einige Gebäude sind mit Holz verrammelt, Rolläden herabgelassen, Gärten sind frei zugänglich. Richtig interessant wird es bei Nacht mit den wenig verbliebenen Lichtern und wenn es dann noch regnet könnte es passieren, daß einem Freddy Krueger oder John Ryder auf der Esperantostrasse ins Abblendlicht läuft und der Horror vollendet wird. 

Auch dieses Fachwerkhaus hat keine Chance wenn die Politik und RWE nicht bald ihre Entscheidungen aus früheren Zeiten rückgängig machen. Anderenfalls dürfte es bis zur Deadline  2022 zu Plünderungen der Fenster, Türen und Dächern kommen. Das hatten wir schon mal im inzwischen eliminierten Etzweiler etwas nördlich der A 4.

Pontiac Pflegefall

Dieser Pontiac aus der Chieftain Familie Mitte der 1950 Jahre wird bei einem Händler bei Heimerzheim angeboten. Sollte tatsächlich jemand für dieses Restaurierungsobjekt Interesse haben, kann er sich bei Werner melden.

 

Subway Dormagen

Kalt wie im Kühlschrank, dazu windig, ergab eine gefühlte Temperatur um die 0 Grad. Hatte zur Folge, daß der Platz nur kurzfristig gut besetzt war. Stimmung dennoch gut. Zwischendurch aufwärmen am 1 Euro Kaffee im Restaurant. Und wie immer tauchen unbekannte Oldies auf, z.B. ein (ca. 1967er) Rambler American 440 aus Köln,

 

 

 

 

 

 

 

oder ein rattiger Dodge Pick up aus Raum Leverkusen

und die Überraschung des Tages, ein 55er Chevy Bel Air neu von Heike und Udo

Dieses Top-Model erhielt bei unseren American Car Nationals 1994 und 1995 die ersten Plätze Kategorie Streetmachine und je einen Wild Card Aufkleber für künftigen freien Eintritt. Die Aufkleber kleben immer noch. Alle weiteren Bilder wie immer bei Fotos.

Grau- statt Gold-Oktober

Just in time könnte man es nennen, das sch… Wetter Sonntagmorgen, 7. Oktober ausgerechnet in Zülpich. Tage zuvor Sonne satt, ebenso die Tage danach. Und nicht genug damit, nein, ab halbeins wurde es heller und gegen 3 Uhr, wenn alles vorbei ist, kam die Sonne raus. Ich gestehe, den Tag nagel ich ans Kreuz.

Wir hatten mit einer Nullnummer gerechnet, aber es kam dann doch anders, weil es eben mittags freundlicher und etwas wärmer wurde. Immerhin über 40 vorwiegend neue, aber auch alte Cars fanden noch für 2 Stunden zum Haus am See. Damit konnte der gebuchte Big Gun Smoker mit seinem Umsatz aber auch nicht zufrieden sein, auch meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.  

V8 Kompakt:  1964er Ford Falcon Sprint Coupe

Last minute Besuch:  Robin´s Hi Boy Rod

 

Mustangs auf Galopp

Ford-Strunk aus Köln bat zum 4. Ford Treffen auf der Weidenpescher Galopprennbahn. Nach inoffiziellen Angaben waren 120 Autos gemeldet, es wurden aber etwas mehr, darunter auch amerikanische Fremdfabrikate. Damit war das wunderbare Gelände neben der Rennbahn gut besucht. Parallel lief auf einem Nebenplatz ein echter Trödelmarkt ohne wesentlichen Neuramsch. 

Eigendlich war und ist es ein Mustang Get-Together zur Promotion aktueller Modelle. Den übrigen Rest teilten sich historische Ford diverser US-Modelle. Vom Programm her gab es zeitgemäße musikalische DJ-Untermalung und eine Live-Band, gegen 15 Uhr außerdem eine Prämierung der schönsten Fords am Platz. Auch hier gibt es freien Eintritt bzw. freie Einfahrt.

Einen Minuspunkt muß ich dem knapp gehaltenen Personal des großen ansässigen Biergartens vergeben. Zu lange Wartezeiten für Bestellung, Servierung und Abrechnung für gleichzeitig 50 bis 100 Leute bestehend aus Teilnehmern, Trödelmarkt Publikum und allg.  Zuschauern bzw. Besuchern. Sollte man auch an solchen Tagen berücksichtigen.

Ebenfalls anwesend Cadillac Urgestein Horst Schnell, diesmal mit einem 1958 Modell

und wieder da Sascha Blöser mit 1966er Lincoln

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung für Mustang Fans. Hier noch eins der alten Pony Cars…

 

 

 

 

Music Store 2018

Zum 7. Mal haben wir uns am Kölner MusicStore versammelt. Aufgrund deren Werbung hatten wir diesmal auch allgemeines Publikum am Platz, was zu einer angenehmen Bereicherung führte, und das schöne Wetter tat sein übriges. Die bisherige Live-Performance wurde durch Musik „vom Band“ ersetzt, was nicht verkehrt war. Die Jungs auf der Bühne der letzten  Jahre wurden eh kaum beachtet, schade eigendlich. Was fehlte, ein Getränke /Imbißstand mit paar Sitzgelegenheiten. Wir erfuhren, daß der neue Chefkoch dagegen war, u.a. weil er über 100 freie Mittagessen für unsere Teilnehmer aus der hauseigenen Kantine abrechnen konnte.

Zum 1. Mal bei uns – ein 1949 Packard 200 Deluxe von BK Classic Cars 

Insgesamt zählten wir knapp 100 Cars und fast nur Klassiker pre 1978. Das freute Geschäftsführer Michael Sauer und bat uns, nachdem er einen von mir eingeladenen Super Käfer gesehen hat, im nächsten Jahr auch Custom-Cars einzuladen. Bedenken wurden ausgeräumt, sodaß wir neben den beliebten American Classics auch eben mal was anderes ansprechen.

Auch diese „Ratte“ kam uns besuchen und erregte gehöriges Aufsehen. Wenn es sich auch um kein klassisches Top-Car handelt, sprechen wir die große Kustom Kulture Szene hiermit an, einen Tag am MusicStore zu verbringen. Schaun wir mal was kommt…

 

Der Seepark Zülpich

Eine neue Top Location bleibt uns erhalten, der Seepark am Zülpicher See !

Termin  23. Juni 2019

Hier an der Westseite des Sees befindet sich der Einfahrtsbereich

Auf den Rasenflächen (ausgehärtet) plus der Seebühne am Wasser können die Cars zur Präsentation geparkt werden !

Dies ist ein Erweiterungsteil der zur Verfügung stehenden Flächen.

 

 

Je eine Zu- und Abfahrt  entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn muß frei bleiben

Das Lago Beach Restaurant bietet Innen- und Außenbewirtung

Auch Botaniker kommen auf ihre Kosten. Das gesamte Gelände wird weiterhin von der Stadt bewirtschaftet.  Falls unklar:  Grillen verboten.

MB aus Frankreich auf der Seebühne am Wasser beim Tuning-Treffen am 25. Aug. 2018

 

MOTORWORLD Köln / Rheinland

Viel Lob gab es für uns sowohl von vielen Teilnehmern als auch vom MW-Management. Von dieser Seite gab es reichlich Unterstützung durch Security, allg. Ordner und Brandschutz. Obwohl die Anlage noch nicht endgültig fertiggestellt ist, gab es keine Kritik an Umgebung und Platzbeschaffenheit. Letzterer steht neben einigen alten Gebäuden unter Denkmalschutz, sodaß dieser nicht verändert werden darf. Ist aber auch nicht notwendig.

Bis zu 300 Personen füllten auch das Bistro Boxenstopp bis an die Kapazitätsgrenze. Gut so – nächstes Jahr  gibt´s Unterstützung durch ein Steakhaus. Eine Fortsetzung mit noch mehr Platz auf dem Flugvorfeld und noch mehr Teilnehmern ( aktuell 220 Cars ) steht schon so gut wie fest. Bis Sommer 2019 dürften dann außerdem alle Restarbeiten am V8 Hotel, der Eventhalle, Umzäunung sowie der angrenzende Park mit den Wohnhäusern fertig sein.

Nicht klar abgegrenzt ist die Teilnahme von Euro-/Japan Oldtimern. Die jetztige Situation hat gezeigt, daß die Trennung von Young bis Old ohne „H“-Kennzeichen nicht funktioniert, hier wurde schon mal jemand abgewiesen, andere wiederum reingelassen. Die jenigen, die dann auf dem Platz stehen, bleiben i.d.R. auch nicht lange weil es ein US-Car Treffen ist. Aufgrunddessen haben wir unsere Teilnahmebedingungen angepasst und machen ohne Zufahrtsberechtigung von Euro-/Japan-Oldtimern weiter. 

Kurz vor 16 Uhr passierte dann passend zum historischen Butzweilerhof eine JU 52, auch Tante Ju genannt, das Flugplatz-Gelände.  Die Junkers 52 ist schon in den 1930er Jahren hier gelandet und gehört zu den Pionieren auf dem damals zweitgrößten Flughafen nach Berlin.