Veranstaltungskosten

Es gibt wieder Diskussionen darüber, ob es gerechtfertigt ist, für Treffen Eintrittsgelder zu erheben. Dieses Thema begleitet uns schon seit Jahren, und weil neue Leute hinzukommen ist eine Erklärung angebracht. Hauptargument der Kritiker: Ich komme mit meinem Show-Car und da soll ich noch bezahlen ?! Diese Ansicht ist unüberlegt und kann nur angewandt werden, wenn der Veranstalter alle Kosten, aus welchen Gründen auch immer, selber trägt.

Eigendlich sind alle Versammlungen und somit auch US-Car-Treffen anmeldepflichtig. Im Fall der Cruisin´Cologne Meetings können wir darauf verzichten, weil wir uns auf Privatgeländen bewegen, keinen öffentlichen Verkehr behindern und vor allem, keine Eintrittsgelder nehmen. Mit uns gibt´s nichts abzurechnen. Es sind Hobby-„Veranstaltungen“ wobei nur geparkt wird. Etwas Umsatz machen lediglich die Restaurants bzw. Cafes oder sonstige Institutionen, die uns die Plätze überlassen. Gibt es in diesen Fällen wenig bis keinen Umsatz, wird uns auch schon mal das Gelände für unseren Zweck entzogen (aktuell am Cafe Velo, St. Augustin). Es obliegt den Eigentümern/Betreibern, für ihr Gelände Eintritt von Teilnehmern und/oder Zuschauern zu verlangen. Wir verhandeln jedoch weiterhin eine kostenlose Nutzung.  

Große kommerzielle Tages- bzw. Wochenend-Veranstaltungen mit Übernachtung, Programm, Verkaufsständen usw. gehen weit über unsere Parkplatztreffen hinaus. Je nach Ausrichtung des Veranstaltungsgeländes sind zur Durchführung neben der Zustimmung des Geländebetreibers und der ansässigen Kommune viele kostenpflichtige Genehmigungen u.a. für Sondermarkt, Imbißstände mit und ohne Alkoholausschank, ggfs. Nachweis zum Emissions- und Brandschutz erforderlich. Ich komme nochmal auf die American Car Nationals Köln 1994/95 zurück, hier schlug allein die Platzmiete mit 25.000 DM zu Buche. Weitere Kosten entstehen für Sicherheitsauflagen wie öffentliche Absperrungen, Sanitäter, ggfs. Feuerwehr, Security, Ordner im und außerhalb des Geländes, Fluchtwege, dann div. Aufbauten wie Bühne, Live-Bands, Musikunterhaltung, Entertainment, GEMA-Gebühren, Veranstaltungszelt mit Garantieumsatz, Toiletten und Duschen, Werbeanzeigen, Plakate, dazu eine Veranstalterhaftpflicht-Versicherung für von uns veranlaßte Aufbauten. Die anschließenden Reinigungskosten sind auch nicht unerheblich. Die Liste ist noch unvollständig.

Das alles muß bezahlt werden. Sponsoren bzw. Unterstützer sind rar. Finanzielle Risiken für den Privat-Veranstalter oder einer GbR. sind wenige zahlende Teilnehmer und Zuschauer bei schlechtem Wetter. Und – allein die Zuschauer und Besucher decken die Kosten bei Open-Air nicht.